„Kunststücke“ – Bilder von Menschen mit

Demenz

Ausstellung im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-

Ahrweiler

15.3.2018  |  Bereits 2011 und 2017 gab es bei der Caritas in Ahrweiler Aus- stellungen zum Thema „‚Kunststücke‘ – Bilder von Menschen mit Demenz“. Nun geht die erweiterte Präsentation auf kleine Wanderschaft und wird im Mehr- generationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler gezeigt. Dort arbeiten regelmäßig Seniorinnen und Senioren mit Wasserfarbe, Pinsel und Papier ausgerüstet an ver- schiedenen Themen. Die erstaunliche, künstlerische Vielfalt vom „Café Mittendrin“ der Caritas-Sozialstation ist nun am Ort des Geschehens zu sehen. Kunst kennt keine Altersgrenze. Gerade im Alter findet sich die Zeit, ungeahnte Fähigkeiten zu entdecken. Stolz präsentieren (von links) Josefine Rakers, Leiterin der Betreuungsgruppe, Kunsttherapeutin Bettina Beatrice Kulbe und Marion Surrey, Leiterin des MGH, einen Teil der gezeigten Kunstwerke. Seit 2014 vermittelt Bettina Beatrice Kulbe als leitende Kunsttherapeutin des Projektes den Teilnehmerinnen und Teilnehmern individuelle Wege, den eigenen künstlerischen Ausdruck zu entdecken und zu entwickeln. Dann spricht sie auch mit den Kunstschaffenden über Erinnerungen und wie man die entstandenen Bilder erlebt. Trotz der Vorlagen ist Kreativität für Kunsttherapeutin Bettina Beatrice Kulbe wesentlich: „Alles ist erlaubt. Es gibt keine falschen Bilder, jedes Bild ist einzigartig individuell.“ Während Menschen mit Demenz oft unter dem Verlust ihres Sprachvermögens leiden, entdecken sie über das Malen neue Ausdrucks- möglichkeiten und finden zu mehr Zufriedenheit. Als wesentlich beschreibt die Kunsttherapeutin, dass beim Malen „das Selbstbewusstsein gestärkt wird und auch Menschen mit Demenz Teilhabe an Kunst und Kultur erfahren. Das weckt Lebens- freude. Die Teilnehmer haben sehr viel gelernt und einen eigenen Malstil entwickelt. Man kann auch noch im hohen Alter lernen.“ Stufenweise zeigt Bettina Beatrice Kulbe einzelne Malschritte, ohne zu bevormunden: „Wir malen nicht in die Bilder hinein. Was sie sehen, ist wirklich von den Gästen gemalt.“ Auch die sinnliche Erfahrung ist von Bedeutung, wenn beispielsweise ein duftender Rosenstrauß als Modell auf dem Tisch steht. „Ich wundere mich über mich selbst“, sagte ein Teilnehmer beim Betrachten seines eigenen Kunstwerks. Auch für die Leiterin der Kunsttherapie ist es immer wieder schön zu beobachten, wie Menschen nach einem langen Leben ihre künstlerische Ader entdecken und mit Farbe und Pinsel Empfindungen zu Papier bringen. Kreativität und Freude stehen dabei stets im Vordergrund, oder um es mit den Worten eines Teilnehmers zu sagen: „Wir sind alles Zeitgenossen, wir genießen die Zeit.“ Die Ausstellung ist ab jetzt im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Weststraße 6, zu sehen.

„Kunststücke“ – Bilder von

Menschen mit Demenz

Ausstellung im

Mehrgenerationenhaus Bad

Neuenahr-Ahrweiler

15.3.2018  |  Bereits 2011 und 2017 gab es bei der Caritas in Ahrweiler Ausstellungen zum Thema „‚Kunststücke‘ – Bilder von Menschen mit Demenz“. Nun geht die erweiterte Präsentation auf kleine Wanderschaft und wird im Mehr- generationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler gezeigt. Dort arbeiten regelmäßig Seniorinnen und Senioren mit Wasserfarbe, Pinsel und Papier ausgerüstet an ver- schiedenen Themen. Die erstaunliche, künstlerische Vielfalt vom „Café Mittendrin“ der Caritas-Sozialstation ist nun am Ort des Geschehens zu sehen. Kunst kennt keine Altersgrenze. Gerade im Alter findet sich die Zeit, ungeahnte Fähigkeiten zu entdecken. Stolz präsentieren (von links) Josefine Rakers, Leiterin der Betreuungsgruppe, Kunsttherapeutin Bettina Beatrice Kulbe und Marion Surrey, Leiterin des MGH, einen Teil der gezeigten Kunstwerke. Seit 2014 vermittelt Bettina Beatrice Kulbe als leitende Kunsttherapeutin des Projektes den Teilnehmerinnen und Teilnehmern individuelle Wege, den eigenen künstlerischen Ausdruck zu entdecken und zu entwickeln. Dann spricht sie auch mit den Kunstschaffenden über Erinnerungen und wie man die entstandenen Bilder erlebt. Trotz der Vorlagen ist Kreativität für Kunsttherapeutin Bettina Beatrice Kulbe wesentlich: „Alles ist erlaubt. Es gibt keine falschen Bilder, jedes Bild ist einzigartig individuell.“ Während Menschen mit Demenz oft unter dem Verlust ihres Sprachvermögens leiden, entdecken sie über das Malen neue Ausdrucksmöglichkeiten und finden zu mehr Zufriedenheit. Als wesentlich beschreibt die Kunsttherapeutin, dass beim Malen „das Selbstbewusstsein gestärkt wird und auch Menschen mit Demenz Teilhabe an Kunst und Kultur erfahren. Das weckt Lebens- freude. Die Teilnehmer haben sehr viel gelernt und einen eigenen Malstil entwickelt. Man kann auch noch im hohen Alter lernen.“ Stufenweise zeigt Bettina Beatrice Kulbe einzelne Malschritte, ohne zu bevormunden: „Wir malen nicht in die Bilder hinein. Was sie sehen, ist wirklich von den Gästen gemalt.“ Auch die sinnliche Erfahrung ist von Bedeutung, wenn beispielsweise ein duftender Rosenstrauß als Modell auf dem Tisch steht. „Ich wundere mich über mich selbst“, sagte ein Teilnehmer beim Betrachten seines eigenen Kunstwerks. Auch für die Leiterin der Kunsttherapie ist es immer wieder schön zu beobachten, wie Menschen nach einem langen Leben ihre künstlerische Ader entdecken und mit Farbe und Pinsel Empfindungen zu Papier bringen. Kreativität und Freude stehen dabei stets im Vordergrund, oder um es mit den Worten eines Teilnehmers zu sagen: „Wir sind alles Zeitgenossen, wir genießen die Zeit.“ Die Ausstellung ist ab jetzt im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr- Ahrweiler, Weststraße 6, zu sehen.