Badewanne war Highlight

der Kulturnacht in Andernach

Viele Fotos und gute Gespräche zur Caritas-Kampagne

„Jeder Mensch braucht ein Zuhause“

5.9.2018 | Eine Badewanne vor einer Hauswand, Badutensilien und ein Foto- apparat mitten in der Stadt vor dem Rathaus waren ein Anziehungspunkt der bunten Andernacher Kulturnacht. Viele Passanten, ob jung ob alt, hatten einen Riesenspaß, als sie teilweise mit Bademänteln, Badekappe und Quietsche-Entchen in die Wanne stiegen, um sich von Lena Pauls vom Caritasverband Koblenz fotografieren zu lassen. Wie eng es in kleinen Wohnungen sein kann, wurde bildhaft deutlich, als auch ganze Gruppen im Bad Platz nahmen. Und damit war man eigentlich schon beim Thema der diesjährigen Caritas-Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“. Mit dieser Installation wollten das Dekanat Andernach-Bassenheim und die Caritas- verbände Rhein-Mosel-Ahr und Koblenz auf die Tatsache hinweisen, dass in Deutschland eine Million Wohnungen fehlen. Auch im Kreis Mayen-Koblenz ist bezahlbarer Wohnraum rar, wenn z.B. aus einem 3-Personen-Haushalt durch Familiennachzug eine 5-köpfige Familie wird oder weil durch Geburt eines weiteren Kindes die Wohnung zu klein geworden ist. Neben Menschen, die wenig verdienen, die arbeitslos sind oder einen Migrationshintergrund haben, sind zunehmend auch Einzelpersonen betroffen, also Rentner, Studenten und Schüler sowie Menschen mit Einschränkungen, beispielsweise bei Erkrankung oder Behinderung. Das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vom offenen Badezimmer zeigten sich die Leute begeistert. Eine gute Gelegenheit, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Margret Marxen-Ney, Dienststellenleiterin des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Andernach, Irmgard Hauröder-Diewald und Felix Tölle, Seelsorger an der Rhein-Mosel-Fachklinik, sowie Pastoralreferent Günter Leisch vom Dekanat Andernach-Bassenheim erklärten, was es mit der Aktion auf sich hatte, und sie hörten auch von Leerständen und erfolgreichen Wohnprojekten. Viele Menschen fanden es toll, dass auf diese Weise auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht wurde, wobei ein Passant kritisierte, dass Neubaugebiete die Natur zerstören, während in den Orten selbst zu wenig für die Sanierung von Altbauwohnungen getan werde. Andere wiederum meinten, dass ländlicher Wohnraum auch durch einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver gemacht werden müsse. „Das war ein richtig gute Aktion mit vielen offenen, konstruktiven Gesprächen“, fasste Margret Marxen-Ney ihre Erfahrungen zusammen. Auch Irmgard Hauröder- Diewald, Günter Leisch und Felix Tölle zeigten sich von der großen Resonanz beeindruckt. Und Lena Pauls resümierte: „Ich hatte mit maximal fünf Personen gerechnet, die sich vielleicht in die Badewanne setzen und fotografieren lassen, jedoch nicht mit diesem tollen Echo!“ Die Aktion in Andernach führte vielen Menschen vor Augen, dass jeder Mensch ein Zuhause braucht. Die Fachkonferenz Integration des Dekanats Andernach-Bassenheim, zu der Mitarbeiter des Dekanats und der Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr und Koblenz gehören, will auf die Bedeutung von Wohnraum hinweisen und dafür werben, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. In einer weiteren Aktion wird am 1. Dezember in der Förder- und Wohnstätte Kettig ein Film thematisieren, wie Alt und Jung gemeinsam besser wohnen. Weitere Infos beim Leiter der Fachkonferenz: Pastoralreferent Felix Tölle Telefon: 02632 – 407 5536
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Viele Fotos und gute Gespräche

zur Caritas-Kampagne

„Jeder Mensch braucht ein

Zuhause“

5.9.2018 | Eine Badewanne vor einer Hauswand, Badutensilien und ein Foto- apparat mitten in der Stadt vor dem Rathaus waren ein Anziehungspunkt der bunten Andernacher Kulturnacht. Viele Passanten, ob jung ob alt, hatten einen Riesenspaß, als sie teilweise mit Bademänteln, Badekappe und Quietsche-Entchen in die Wanne stiegen, um sich von Lena Pauls vom Caritasverband Koblenz fotografieren zu lassen. Wie eng es in kleinen Wohnungen sein kann, wurde bildhaft deutlich, als auch ganze Gruppen im Bad Platz nahmen. Und damit war man eigentlich schon beim Thema der diesjährigen Caritas-Kampagne „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“. Mit dieser Installation wollten das Dekanat Andernach-Bassenheim und die Caritas- verbände Rhein-Mosel-Ahr und Koblenz auf die Tatsache hinweisen, dass in Deutschland eine Million Wohnungen fehlen. Auch im Kreis Mayen-Koblenz ist bezahlbarer Wohnraum rar, wenn z.B. aus einem 3- Personen-Haushalt durch Familiennachzug eine 5-köpfige Familie wird oder weil durch Geburt eines weiteren Kindes die Wohnung zu klein geworden ist. Neben Menschen, die wenig verdienen, die arbeitslos sind oder einen Migrationshintergrund haben, sind zunehmend auch Einzelpersonen betroffen, also Rentner, Studenten und Schüler sowie Menschen mit Einschränkungen, beispiels- weise bei Erkrankung oder Behinderung. Das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vom offenen Badezimmer zeigten sich die Leute begeistert. Eine gute Gelegenheit, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Margret Marxen-Ney, Dienststellenleiterin des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Andernach, Irmgard Hauröder-Diewald und Felix Tölle, Seelsorger an der Rhein-Mosel- Fachklinik, sowie Pastoralreferent Günter Leisch vom Dekanat Andernach-Bassenheim erklärten, was es mit der Aktion auf sich hatte, und sie hörten auch von Leerständen und erfolgreichen Wohnprojekten. Viele Menschen fanden es toll, dass auf diese Weise auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht wurde, wobei ein Passant kritisierte, dass Neubaugebiete die Natur zerstören, während in den Orten selbst zu wenig für die Sanierung von Altbauwohnungen getan werde. Andere wiederum meinten, dass ländlicher Wohnraum auch durch einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver gemacht werden müsse. „Das war ein richtig gute Aktion mit vielen offenen, konstruktiven Gesprächen“, fasste Margret Marxen-Ney ihre Erfahrungen zusammen. Auch Irmgard Hauröder-Diewald, Günter Leisch und Felix Tölle zeigten sich von der großen Resonanz beeindruckt. Und Lena Pauls resümierte: „Ich hatte mit maximal fünf Personen gerechnet, die sich vielleicht in die Badewanne setzen und fotografieren lassen, jedoch nicht mit diesem tollen Echo!“ Die Aktion in Andernach führte vielen Menschen vor Augen, dass jeder Mensch ein Zuhause braucht. Die Fachkonferenz Integration des Dekanats Andernach-Bassenheim, zu der Mitarbeiter des Dekanats und der Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr und Koblenz gehören, will auf die Bedeutung von Wohnraum hinweisen und dafür werben, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. In einer weiteren Aktion wird am 1. Dezember in der Förder- und Wohnstätte Kettig ein Film thematisieren, wie Alt und Jung gemeinsam besser wohnen. Weitere Infos beim Leiter der Fachkonferenz: Pastoralreferent Felix Tölle Telefon: 02632 – 407 5536