16 Teilnehmer fit im Betreuungsrecht

Betreuungsverein der Caritas Andernach bot ersten

Grundkurs im Jahr 2019

12.2.2019 | Menschen beistehen und ihnen das Leben trotz Alter, Krankheit oder Behinderung lebenswert machen, das wollen Männer und Frauen, die sich in Andernach auf die Übernahme einer rechtlichen Betreuung vorbereiten. So galt es, sich an vier Abenden Zeit zu nehmen und in das Bischof-Bernhard-Stein-Haus zur Caritas Andernach zu kommen. Foto: E.T. Müller Unter der Anleitung von Gianna Kappes, Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin (B.A.) und Vereinsbetreuerin beim Caritasverband, lernten die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie Betreuten in Fragen der Gesundheitsfürsorge, beim Umgang mit Behörden, in der Vermögensverwaltung, bei Wohnungsangelegenheiten oder bei der Bestimmung des Aufenthalts helfen können. Es sind die formellen Dinge des Lebens – wie Briefe an Behörden, Geltendmachung von Ansprüchen oder andere organisatorische Angelegenheiten – die bei der Betreuung alter, kranker oder behinderter Menschen im Vordergrund stehen. Gianna Kappes: „Wir ver- mitteln Ehrenamtliche in eine Betreuungssituation. Betreuungssituationen sind in den Anforderungen unterschiedlich, je nachdem, ob nun ein älterer Mensch zu Hause oder im Heim lebt oder ob ein psychisch kranker junger Mensch zu betreuen ist.“ Anhand plastischer Fallbeispiele sensibilisierte Gianna Kappes für die anspruchsvolle Aufgabe einer rechtlichen Betreuung. Und die bunte Gruppe diskutierte lebendig, was im Fall von „Herrn Dunkelmann“ zu tun sei, der von einer „höheren Instanz“ aus dem Stromnetz erfahren haben will, seine Lungen- entzündung würde sich von selbst erledigen. Rege wurde diskutiert, wann der Betreuer tätig werden muss, was zu beachten ist und wie er weiter vorgehen sollte. In einem anderen Fall ging es um die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Betreuter im Fall einer Operation eine Narkose erhält, die in sich immer auch gesundheitsgefährdend ist. Schwierig auch die Frage, ob jemand überhaupt operiert werden soll, wenn eine begründete Gefahr besteht, dass sich seine Lebensqualität nach der OP verschlechtert. „Ist ein Herz-OP lebens- verlängernd und würde der Betreute ohne Eingriff in kürzester Zeit sterben, wäre es unterlassene Hilfeleistung, den Menschen nicht operieren zu lassen“, erklärte Gianna Kappes. Und sie riet, in solchen Fällen einen Betreuungsrichter anzurufen. Beim ersten Weiterbildungskurs im neuen Jahr lernten die Frauen und Männer, was ein Betreuer tun darf und was nicht. Diese Grundlagen helfen im Ernstfall bei einer Entscheidung, wobei die Mitarbeiterinnen des Betreuungsvereins der Caritas Andernach weiterhin beratend zur Seite stehen. Dankbar zeigten sich die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer für den gut strukturierten Vortrag. „Sehr schön fand ich die lockere Atmosphäre an den vier Abenden und die kompetente und charmante Referentin“, so eine Teilnehmerin. Zum Abschluss händigte Margret Marxen-Ney, Dienststellenleiterin der Caritas Andernach, die Teilnahmebescheinigungen aus und dankte allen für ihr Engagement: „Ich würde mich freuen, wenn Sie im Verein mitarbeiten, denn ein Verein lebt durch seine Mitglieder. Bitte, empfehlen Sie uns weiter.“ Alle, die sich für die Aufgabe als rechtlicher Betreuer interessieren, sollten sich mit dem Betreuungsverein des Caritasverbandes in Andernach in Verbindung setzen. Jedermann kann den Betreuungsverein in Notlagen oder bei Fragen zur Betreuung – vorsorgende Verfügungen, Vollmacht usw. – kontaktieren: Gianna Kappes Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. Fachdienst Rechtliche Betreuung Bischof-Bernhard-Stein-Haus Ludwig-Hillesheim-Str. 3 56626 Andernach Telefon: 02632 – 25 02-0 kappes-g@caritas-andernach.de oder Claudia Götz goetz-c@caritas-andernach.de Weitere Infos zum Betreuungsverein und dessen Veranstaltungen finden Sie im Fortbildungsprogramm 1. Halbjahr 2019“ und können auf der Homepage eingesehen werden.

16 Teilnehmer fit im

Betreuungsrecht

Betreuungsverein der Caritas

Andernach bot ersten

Grundkurs im Jahr 2019

12.2.2019 | Menschen beistehen und ihnen das Leben trotz Alter, Krankheit oder Behinderung lebenswert machen, das wollen Männer und Frauen, die sich in Andernach auf die Übernahme einer rechtlichen Betreuung vorbereiten. So galt es, sich an vier Abenden Zeit zu nehmen und in das Bischof-Bernhard-Stein-Haus zur Caritas Andernach zu kommen. Foto: E.T. Müller Unter der Anleitung von Gianna Kappes, Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin (B.A.) und Vereinsbetreuerin beim Caritasverband, lernten die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie Betreuten in Fragen der Gesundheitsfürsorge, beim Umgang mit Behörden, in der Vermögensverwaltung, bei Wohnungsangelegenheiten oder bei der Bestimmung des Aufenthalts helfen können. Es sind die formellen Dinge des Lebens – wie Briefe an Behörden, Geltendmachung von Ansprüchen oder andere organisatorische Angelegenheiten – die bei der Betreuung alter, kranker oder behinderter Menschen im Vordergrund stehen. Gianna Kappes: „Wir vermitteln Ehrenamtliche in eine Betreuungs- situation. Betreuungssituationen sind in den Anforderungen unterschiedlich, je nachdem, ob nun ein älterer Mensch zu Hause oder im Heim lebt oder ob ein psychisch kranker junger Mensch zu betreuen ist.“ Anhand plastischer Fallbeispiele sensibilisierte Gianna Kappes für die anspruchsvolle Aufgabe einer rechtlichen Betreuung. Und die bunte Gruppe diskutierte lebendig, was im Fall von „Herrn Dunkelmann“ zu tun sei, der von einer „höheren Instanz“ aus dem Stromnetz erfahren haben will, seine Lungenentzündung würde sich von selbst erledigen. Rege wurde diskutiert, wann der Betreuer tätig werden muss, was zu beachten ist und wie er weiter vorgehen sollte. In einem anderen Fall ging es um die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Betreuter im Fall einer Operation eine Narkose erhält, die in sich immer auch gesundheitsgefährdend ist. Schwierig auch die Frage, ob jemand überhaupt operiert werden soll, wenn eine begründete Gefahr besteht, dass sich seine Lebensqualität nach der OP verschlechtert. „Ist ein Herz-OP lebensverlängernd und würde der Betreute ohne Eingriff in kürzester Zeit sterben, wäre es unterlassene Hilfe- leistung, den Menschen nicht operieren zu lassen“, erklärte Gianna Kappes. Und sie riet, in solchen Fällen einen Betreuungsrichter anzurufen. Beim ersten Weiterbildungskurs im neuen Jahr lernten die Frauen und Männer, was ein Betreuer tun darf und was nicht. Diese Grundlagen helfen im Ernstfall bei einer Entscheidung, wobei die Mitarbeiterinnen des Betreuungsvereins der Caritas Andernach weiterhin beratend zur Seite stehen. Dankbar zeigten sich die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer für den gut strukturierten Vortrag. „Sehr schön fand ich die lockere Atmosphäre an den vier Abenden und die kompetente und charmante Referentin“, so eine Teilnehmerin. Zum Abschluss händigte Margret Marxen- Ney, Dienststellenleiterin der Caritas Andernach, die Teilnahmebescheinigungen aus und dankte allen für ihr Engagement: „Ich würde mich freuen, wenn Sie im Verein mitarbeiten, denn ein Verein lebt durch seine Mitglieder. Bitte, empfehlen Sie uns weiter.“ Alle, die sich für die Aufgabe als rechtlicher Betreuer interessieren, sollten sich mit dem Betreuungsverein des Caritasverbandes in Andernach in Verbindung setzen. Jedermann kann den Betreuungsverein in Notlagen oder bei Fragen zur Betreuung – vorsorgende Verfügungen, Vollmacht usw. – kontaktieren: Gianna Kappes Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. Fachdienst Rechtliche Betreuung Bischof-Bernhard-Stein-Haus Ludwig-Hillesheim-Str. 3 56626 Andernach Telefon: 02632 – 25 02-0 kappes-g@caritas-andernach.de oder Claudia Götz goetz-c@caritas-andernach.de Weitere Infos zum Betreuungsverein und dessen Veranstaltungen finden Sie im Fortbildungsprogramm 1. Halbjahr 2019 und können auf der Homepage eingesehen werden.