Ein Tag, der „uns mahnt und vor dem Vergessen schützt“

Gedenkfeier zum Volkstrauertag auf dem

Friedhof in Mayen

22.11.2019 | Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte den Volkstrauer- tag bereits 1919 vorgeschlagen zum Gedenken der Millionen Toten des Ersten Welt- kriegs. Drei Jahre später fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1925 wurde der erste Volks- trauertag begangen und 1926 fiel die Entscheidung, ihn zur jährlichen Einrichtung zu machen als „Sonntag mit reichsweiter Staatstrauer“. Seit 1952 ist der Volkstrauertag in der Bundesrepublik Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Feiertagen. Er wird zwei Sonntage vor dem ersten Advents- sonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten sowie die Opfer der Gewalt- bereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen. Anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages fand auf dem Mayener Friedhof traditionell die zentrale Feierstunde statt. In der musikalisch von der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr eingerahmten Veranstaltung begrüßte Oberbürgermeister Treis die Anwesenden und bezeichnete den Tag als einen sehr aktuellen Gedenktag, „weil er uns mahnt und vor dem Vergessen schützt“. Herr Treis war froh, dass es auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, junge Menschen in die Gestaltung der Gedenkfeier einzubinden. Schülerinnen der Albert-Schweitzer Realschule plus trugen das Gedicht „Krieg und Frieden“ von Ingeborg Görler vor. Die diesjährige Gedenkrede zum Volkstrauertag hielt Christoph Schmitz, Vorsitzender des Caritas- verbandes Rhein-Mosel-Ahr. Er ging dabei besonders auf den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ein und den Anschlag auf die Synagoge in Halle, bei dem ein rechtsextremer Attentäter zwei Menschen tötete und weitere schwer verletzte. Anschließend sprach Jürgen Kreusch ein Gebet. Bei der folgenden Kranzniederlegung wurde gemeinsam der Toten gedacht und die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mayen spielte „Der gute Kamerad“, das unter seiner Anfangszeile „Ich hatt‘ einen Kameraden“ besser bekannt ist. Das Trauerzeremoniell endete mit Dankesworten von Oberbürgermeister Treis und der von der Musikkapelle der Feuerwehr gespielten Nationalhymne. Text und Foto: WE | BLICK AKTUELL Mayen / Vordereifel - Ausgabe 47/2019 Veröffentlichung hier mit freundlicher Genehmigung der Krupp Verlags GmbH

Ein Tag, der „uns mahnt und vor

dem Vergessen schützt“

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

auf dem Friedhof in Mayen

22.11.2019 | Der Volksbund Deutsche Kriegs- gräberfürsorge hatte den Volkstrauertag bereits 1919 vorgeschlagen zum Gedenken der Millionen Toten des Ersten Weltkriegs. Drei Jahre später fand die erste Gedenk- stunde im Reichstag statt. 1925 wurde der erste Volkstrauertag begangen und 1926 fiel die Entscheidung, ihn zur jährlichen Einrichtung zu machen als „Sonntag mit reichsweiter Staatstrauer“. Seit 1952 ist der Volkstrauertag in der Bundes- republik Deutschland ein staatlicher Gedenk- tag und gehört zu den sogenannten stillen Feiertagen. Er wird zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten sowie die Opfer der Gewaltbereitschaft und Gewaltherrschaft aller Nationen. Anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages fand auf dem Mayener Friedhof traditionell die zentrale Feierstunde statt. In der musikalisch von der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr eingerahmten Veranstaltung begrüßte Oberbürgermeister Treis die Anwesenden und bezeichnete den Tag als einen sehr aktuellen Gedenktag, „weil er uns mahnt und vor dem Vergessen schützt“. Herr Treis war froh, dass es auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, junge Menschen in die Gestaltung der Gedenkfeier einzubinden. Schülerinnen der Albert-Schweitzer Real- schule plus trugen das Gedicht „Krieg und Frieden“ von Ingeborg Görler vor. Die dies- jährige Gedenkrede zum Volkstrauertag hielt Christoph Schmitz, Vorsitzender des Caritas- verbandes Rhein-Mosel-Ahr. Er ging dabei besonders auf den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke ein und den Anschlag auf die Synagoge in Halle, bei dem ein rechtsextremer Attentäter zwei Menschen tötete und weitere schwer verletzte. Anschließend sprach Jürgen Kreusch ein Gebet. Bei der folgenden Kranzniederlegung wurde gemeinsam der Toten gedacht und die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mayen spielte „Der gute Kamerad“, das unter seiner Anfangszeile „Ich hatt‘ einen Kameraden“ besser bekannt ist. Das Trauer- zeremoniell endete mit Dankesworten von Oberbürgermeister Treis und der von der Musikkapelle der Feuerwehr gespielten Nationalhymne. Text und Foto: WE | BLICK AKTUELL Mayen / Vordereifel - Ausgabe 47/2019 Veröffentlichung hier mit freundlicher Genehmigung der Krupp Verlags GmbH