Gewalt gegen Frauen

ist immer noch ein Tabuthema

Am Weltfrauentag macht Interventionsstelle Mayen auf

Problematik aufmerksam

8.3.2020 | Der Internationale Weltfrauentag am 8. März will Gleichberechtigung für Frauen und kämpft gegen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Auch die IST Interventionsstelle Mayen der Caritas erhebt am Weltfrauentag ihre Stimme gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Die Interventionsstelle in Mayen hilft Frauen, die von physischer, psychischer und/oder sozialer häuslicher Gewalt in engen sozialen Beziehungen betroffen sind. Nach einer europaweiten Studie erlebt jede dritte Frau Gewalt durch den eigenen Partner. In der eigenen Wohnung werden Frauen erniedrigt, geschlagen, ver- gewaltigt. Christine Grundmann von der Koordinierungsstelle der Interventions- stellen RLP: „Oft hält diese Gewalt über Jahre an, steigert sich langsam. Eine Atmosphäre der Angst wird immer dichter, die Gewalt immer roher. Kinder die Zeugen der Gewalt werden, ob gegen die Mutter oder auch gegen sich selbst, sind oftmals ein Leben lang traumatisiert, mit weitreichenden Folgen.“ Dabei findet Gewalt gegen Frauen in allen sozialen Schichten und Kulturen statt. Christine Grundmann: „Jeden Tag versucht ein Mann seine Partnerin zu töten. Jeden dritten Tag gelingt es: Raus aus dem Tabu!“ Die sogenannte „Istanbul-Konvention“ aus dem Jahr 2011, von Deutschland 2017 unterzeichnet, sollte als Völkervertrag gegen Gewalt an Frauen zu einem um- fassenden Hilfesystem der Opfer beitragen. Auch das rheinlandpfälzische Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen (RIGG) bekämpft seit zwanzig Jahren Gewalt gegen Frauen und bietet Hilfe und Unterstützung an. Dennoch braucht es dringend weitere Schutz- und Beratungseinrichtungen und einen öffentlichen gesellschaftlichen Diskurs, damit Gewalt gegen Frauen kein Tabuthema bleibt. Unverzichtbar sind da die 17 rheinlandpfälzischen Interventionsstellen für Frauen, die keine Beratungsstellen aufsuchen und auch nicht den Weg ins Frauenhaus finden. Die Interventionsstelle in Mayen steht für „Proaktive Krisenintervention“, um auch diesen Frauen einen Zugang zu weiterführenden Hilfen zu verschaffen. Wenn die Polizei schon da war und die betroffene Frau mit der Weitergabe ihrer persön- lichen Daten einverstanden ist, informiert die Polizei die Interventionsstelle. Diese bietet Beratung und Information über individuelle und rechtliche Schutzmaß- nahmen und vermittelt passgenaue weitere Hilfen. Die Frauen entscheiden selbst über Annahme, Umfang sowie Art und Weise der Unterstützung. Neben einer psychosozialen Erstberatung und Krisenintervention gibt es in Mayen Informa- tionen über rechtliche Möglichkeiten. Dann wird gemeinsam überlegt, wie sich die Frauen und ihre Kinder vor weiterer Gewalt schützen können, etwa durch den polizeilichen Hausverweis des Täters. Individuelle Lösungen sind wichtig, denn jede Frau braucht etwas Anderes. Dann wird offen über die Gewalt und auch über die Scham gesprochen, denn falsche Scham lässt Frauen teilweise über Jahre in der Situation verharren. Begrüßenswert wäre eine stärkere Förderung durch das Land, um diese wichtige Aufgabe weiterhin erfüllen zu können. „Wir wollen als Interventionsstelle für die Gebiete Mayen und den Verbandsgemeinden Mendig, Vordereifel und Maifeld weiterhin da sein“, betont Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens. Kontakt: IST Mayen Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. St.-Veit-Straße 14 | 56727 Mayen Telefon: 02651 — 98 69-139 Fax: 02651 — 98 69-5139 interventionsstelle@caritas-mayen.de

Gewalt gegen Frauen

ist immer noch ein Tabuthema

Am Weltfrauentag macht

Interventionsstelle Mayen auf

Problematik aufmerksam

8.3.2020 | Der Internationale Weltfrauentag am 8. März will Gleichberechtigung für Frauen und kämpft gegen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Auch die IST Interventionsstelle Mayen der Caritas erhebt am Weltfrauentag ihre Stimme gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Die Interventionsstelle in Mayen hilft Frauen, die von physischer, psychischer und/oder sozialer häuslicher Gewalt in engen sozialen Beziehungen betroffen sind. Nach einer europaweiten Studie erlebt jede dritte Frau Gewalt durch den eigenen Partner. In der eigenen Wohnung werden Frauen erniedrigt, geschlagen, vergewaltigt. Christine Grundmann von der Koordinierungsstelle der Interventionsstellen RLP: „Oft hält diese Gewalt über Jahre an, steigert sich langsam. Eine Atmosphäre der Angst wird immer dichter, die Gewalt immer roher. Kinder die Zeugen der Gewalt werden, ob gegen die Mutter oder auch gegen sich selbst, sind oftmals ein Leben lang traumatisiert, mit weitreichenden Folgen.“ Dabei findet Gewalt gegen Frauen in allen sozialen Schichten und Kulturen statt. Christine Grundmann: „Jeden Tag versucht ein Mann seine Partnerin zu töten. Jeden dritten Tag gelingt es: Raus aus dem Tabu!“ Die sogenannte „Istanbul-Konvention“ aus dem Jahr 2011, von Deutschland 2017 unterzeichnet, sollte als Völkervertrag gegen Gewalt an Frauen zu einem umfassenden Hilfesystem der Opfer beitragen. Auch das rheinlandpfälzische Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen (RIGG) bekämpft seit zwanzig Jahren Gewalt gegen Frauen und bietet Hilfe und Unter- stützung an. Dennoch braucht es dringend weitere Schutz- und Beratungseinrichtungen und einen öffentlichen gesellschaftlichen Diskurs, damit Gewalt gegen Frauen kein Tabuthema bleibt. Unverzichtbar sind da die 17 rheinland- pfälzischen Interventionsstellen für Frauen, die keine Beratungsstellen aufsuchen und auch nicht den Weg ins Frauenhaus finden. Die Interventionsstelle in Mayen steht für „Proaktive Krisenintervention“, um auch diesen Frauen einen Zugang zu weiter- führenden Hilfen zu verschaffen. Wenn die Polizei schon da war und die betroffene Frau mit der Weitergabe ihrer persönlichen Daten einverstanden ist, informiert die Polizei die Interventionsstelle. Diese bietet Beratung und Information über individuelle und rechtliche Schutzmaßnahmen und vermittelt passgenaue weitere Hilfen. Die Frauen entscheiden selbst über Annahme, Umfang sowie Art und Weise der Unterstützung. Neben einer psychosozialen Erstberatung und Krisenintervention gibt es in Mayen Informationen über rechtliche Möglichkeiten. Dann wird gemeinsam überlegt, wie sich die Frauen und ihre Kinder vor weiterer Gewalt schützen können, etwa durch den polizei- lichen Hausverweis des Täters. Individuelle Lösungen sind wichtig, denn jede Frau braucht etwas Anderes. Dann wird offen über die Gewalt und auch über die Scham gesprochen, denn falsche Scham lässt Frauen teilweise über Jahre in der Situation verharren. Begrüßenswert wäre eine stärkere Förderung durch das Land, um diese wichtige Aufgabe weiterhin erfüllen zu können. „Wir wollen als Interventionsstelle für die Gebiete Mayen und den Verbands- gemeinden Mendig, Vordereifel und Maifeld weiterhin da sein“, betont Caritas- Geschäftsführer Werner Steffens. Kontakt: IST Mayen Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. St.-Veit-Straße 14 | 56727 Mayen Telefon: 02651 — 98 69-139 Fax: 02651 — 98 69-5139 interventionsstelle@caritas-mayen.de