Ein Jahr Jugendgruppe „Palisander“

Anlaufstelle für Jugendliche aus sucht- und/oder psychisch

belasteten Familien

21.4.2021 | Bereits ein Jahr ist es her, dass die Gründung der „Jugendgruppe Palisander“ mit einem Auftritt des Weltmusikers Lulo Reinhardt, Schirmherrn der Caritas-Stiftung Rhein-Mosel-Ahr e.V., im Caritas-Mehrgenerationenhauses St. Matthias in Mayen gefeiert wurde. Damit besteht seit dem 14. Februar 2020 ein ergänzendes Jugendangebot zur „Kindergruppe Lapislazuli“. Mögen noch viele Kerzen zum Geburtstag leuchten, diesen Wunsch hatten die Teilnehmenden am ersten Jahrestag der „Jugendgruppe Palisander“. | Foto: Jugendgruppe Palisander Während die „Kindergruppe Lapislazuli“ seit 2016 eine wichtige Anlaufstelle für sechs bis zwölfjährige Kinder ist, deren Eltern sucht- und/oder psychisch belastet sind, steht die „Jugendgruppe Palisander“ allen Jugendlichen aus dem Raum Mayen- Andernach mit gleicher Problemlage offen. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und das Dekanat Mayen-Mendig haben damit ein weiteres wichtiges Gruppen- angebot geschaffen, denn auch Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren, deren Eltern sucht und/oder psychisch belastet sind, brauchen Unterstützung. Wie schon die Gründungsveranstaltung wurde auch das Einjährige im Rahmen der bundes- weiten „Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien“ der NACOA (National Association for Children of Addicts) gefeiert. Der erste Geburtstag fand im kleinen Rahmen als Videokonferenz standesgemäß mit einer Kerze statt. Die Caritas-Mitarbeiterinnen Maike Hiester, Lea Faupel und Natalie Pauls vom PSBB sowie David Morgenstern vom Dekanat Mayen – Mendig erinnerten an die Anfänge, als die Eröffnung dieser zweiten Gruppe für Jugendliche durch einen monetären Förderpreis ermöglicht wurde, eine Auszeichnung, die dank der mittlerweile fünfjährigen Arbeit der „Kindergruppe Lapislazuli“ gewährt worden war. Vorher waren die Angebote ausschließlich spendenfinanziert. Nicht leicht sollte es für die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sein, das neue Angebot in Corona-Zeiten zu einem lebendigen Austausch zu führen, müssen die wöchentlichen Treffen doch als Online-Videokonferenz stattfinden. Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter fanden Wege, die Online-Treffen bunt und kreativ zu gestalten. Maike Hiester: „Besonders in Zeiten der Kontaktarmut und dem Wegfall tragender Strukturen, wenn Schulen geschlossen sind und Vereine nicht aktiv sein können, ist der Austausch mit den Jugendlichen von großer Bedeutung.“ Beständige und vertrauensvolle Bezugspersonen, wie es beispiels- weise die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter der Gruppe Palisander sind, stellen für betroffene Kinder und Jugendliche eine wichtige Ressource und einen Schutzfaktor dar. Ohne diese Unterstützung sind Kinder und Jugendliche sucht- oder psychisch kranker Eltern gefährdet, im Laufe ihres Lebens selbst eine Sucht oder eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Die Gruppentreffen geben den Jugendlichen einen zuverlässigen und festen Raum für ihre Bedürfnisse und ihre Themen, leiden sie doch vielfach und oft still. Bereits im frühen Alter haben viele von ihnen überfordernde Verantwortung für sich und ihre Familien getragen, eine Aufgabe, die ein Leben lang zu Unsicherheit und Versagensängsten führen kann. Hilfreich ist da der Austausch unter den betroffenen Jugendlichen selbst, betont Natalie Pauls: „In der Jugendgruppe Palisander machen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Erfahrung, nicht alleine mit ihrem Problem zu sein. Und sie lernen, mit anderen offen darüber zu sprechen.“ So werden die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter auch weiterhin Woche für Woche zur selben Zeit vor den Kameras sitzen und online gemeinsam mit den Jugendlichen eine gute und wertvolle Zeit verbringen.

Ein Jahr Jugendgruppe

„Palisander“

Anlaufstelle für Jugendliche aus

sucht- und/oder psychisch

belasteten Familien

21.4.2021 | Bereits ein Jahr ist es her, dass die Gründung der „Jugendgruppe Palisander“ mit einem Auftritt des Weltmusikers Lulo Reinhardt, Schirmherrn der Caritas-Stiftung Rhein-Mosel-Ahr e.V., im Caritas- Mehrgenerationenhauses St. Matthias in Mayen gefeiert wurde. Damit besteht seit dem 14. Februar 2020 ein ergänzendes Jugendangebot zur „Kindergruppe Lapislazuli“. Mögen noch viele Kerzen zum Geburtstag leuchten, diesen Wunsch hatten die Teilnehmenden am ersten Jahrestag der „Jugendgruppe Palisander“. | Foto: Jugendgruppe Palisander Während die „Kindergruppe Lapislazuli“ seit 2016 eine wichtige Anlaufstelle für sechs bis zwölfjährige Kinder ist, deren Eltern sucht- und/oder psychisch belastet sind, steht die „Jugendgruppe Palisander“ allen Jugend- lichen aus dem Raum Mayen-Andernach mit gleicher Problemlage offen. Der Caritas- verband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und das Dekanat Mayen-Mendig haben damit ein weiteres wichtiges Gruppenangebot geschaffen, denn auch Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren, deren Eltern sucht und/oder psychisch belastet sind, brauchen Unterstützung. Wie schon die Gründungs- veranstaltung wurde auch das Einjährige im Rahmen der bundesweiten „Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien“ der NACOA (National Association for Children of Addicts) gefeiert. Der erste Geburtstag fand im kleinen Rahmen als Videokonferenz standesgemäß mit einer Kerze statt. Die Caritas- Mitarbeiterinnen Maike Hiester, Lea Faupel und Natalie Pauls vom PSBB sowie David Morgenstern vom Dekanat Mayen – Mendig erinnerten an die Anfänge, als die Eröffnung dieser zweiten Gruppe für Jugendliche durch einen monetären Förderpreis ermöglicht wurde, eine Auszeichnung, die dank der mittlerweile fünfjährigen Arbeit der „Kinder- gruppe Lapislazuli“ gewährt worden war. Vorher waren die Angebote ausschließlich spendenfinanziert. Nicht leicht sollte es für die Gruppen- leiterinnen und Gruppenleiter sein, das neue Angebot in Corona-Zeiten zu einem lebendigen Austausch zu führen, müssen die wöchentlichen Treffen doch als Online- Videokonferenz stattfinden. Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter fanden Wege, die Online-Treffen bunt und kreativ zu gestalten. Maike Hiester: „Besonders in Zeiten der Kontaktarmut und dem Wegfall tragender Strukturen, wenn Schulen geschlossen sind und Vereine nicht aktiv sein können, ist der Austausch mit den Jugendlichen von großer Bedeutung.“ Beständige und vertrauensvolle Bezugs- personen, wie es beispielsweise die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter der Gruppe Palisander sind, stellen für betroffene Kinder und Jugendliche eine wichtige Ressource und einen Schutzfaktor dar. Ohne diese Unterstützung sind Kinder und Jugendliche sucht- oder psychisch kranker Eltern gefährdet, im Laufe ihres Lebens selbst eine Sucht oder eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Die Gruppentreffen geben den Jugendlichen einen zuverlässigen und festen Raum für ihre Bedürfnisse und ihre Themen, leiden sie doch vielfach und oft still. Bereits im frühen Alter haben viele von ihnen überfordernde Verantwortung für sich und ihre Familien getragen, eine Aufgabe, die ein Leben lang zu Unsicherheit und Versagensängsten führen kann. Hilfreich ist da der Austausch unter den betroffenen Jugendlichen selbst, betont Natalie Pauls: „In der Jugendgruppe Palisander machen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Erfahrung, nicht alleine mit ihrem Problem zu sein. Und sie lernen, mit anderen offen darüber zu sprechen.“ So werden die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter auch weiterhin Woche für Woche zur selben Zeit vor den Kameras sitzen und online gemeinsam mit den Jugendlichen eine gute und wertvolle Zeit verbringen.