Nach 3.400 Kilometern auf dem Rad

zurück von der Pilgerreise

Krankenhausseelsorger Felix Tölle sammelte mehr als

10.000.Euro für Caritas-Kindergruppe und Elterninitiative

krebskranker Kinder

24.8.2021 | 3.402 Kilometer auf dem Fahrrad (ohne Akku) in 36 Etappen, 10.500 Euro gesammelte Spendengelder, zehn Kilogramm abgenommen und viele un- bezahlbare Erfahrungen: Mit dieser Bilanz kehrte Felix Tölle von einer überaus ungewöhnlichen Fahrradtour nach Hause zurück. „Es war eine Pilgerreise nicht nur für mich“, sagt er. „Auch andere sollten davon profitieren.“ Er besuchte alle Städte, die in seinem Leben bislang eine Rolle spielten, und traf viele Weggefährten. Panne unterwegs an der Donau. Der Fahrradhändler half ihm schnell, damit er wieder auf seinen Drahtesel steigen konnte. | Foto: Felix Tölle Der katholische Krankenhausseelsorger am Kemperhof in Koblenz entschloss sich zu dieser Tour, weil er als Seelsorger im Bistum Trier nach mehrjährigem Dienst an einer sogenannten Orientierungszeit teilnehmen konnte - das sind sechs Wochen bezahlte freie Zeit, die er frei gestalten kann, um etwas Abstand vom Alltag und Anregungen für eine persönliche oder berufliche Weiterentwicklung gewinnen zu können. Selfie in Wien. Hier studierte Felix Tölle zwei Semester lang Theologie. | Foto: Felix Tölle Zur Vorbereitung auf die Tour schrieb er sein persönliches Netzwerk an, um über die anstehenden Wochen zu berichten. Auf diese Weise wurden Freunde und Spender darauf aufmerksam. Unterwegs hielt er über Messenger Kontakt und versorgte seine Follower mit Fotos und Meldungen aus den Städten. Zusätzlich erreichten ihn Spenden nachdem Zeitungen und Radiosender darüber berichtet hatten.

„Es kommen total viele alte Erinnerungen hoch“

Von seinem Heimatort Miesenheim ging es los in Richtung Süden. Im Odenwald schob Tölle eine einwöchige Zwischenstation im Kloster Engelthal im Odenwald ein, bevor es weiterging über Würzburg und Erlangen bis nach Wien (hier studierte er zwei Semester Theologie). Von dort musste er in den Norden Deutschlands, wo er geboren wurde. Der Pastoralreferent war u.a. in Emden, Osnabrück, Emsbüren, Düsseldorf und Köln. Jeder Ort hat eine Bedeutung in seinem Leben. Kurz mal ausruhen: Bei 3.400 Kilometern sollten auch mal Ruhepausen möglich sein. | Foto: Felix Tölle Felix Tölle berichtet von zahlreichen schönen Erinnerungen. Er besuchte die Kirche in Erlangen, in der er 1994 seine Frau heiratete. Er traf seine Geschwister, alte Schulfreunde, wurde von einem Lehrer aus der fünften Klasse auf der Straße wiedererkannt. Ganz spontan besuchte er seinen ehemaligen Frisör, mit dem er in der Freiwilligen Feuerwehr diente. Tölle erinnert sich an das Krankenhaus, in dem er ein Praktikum absolvierte. War ein Krankenhaus bis dahin nicht unbedingt sein liebster Ort, berichtet er bis heute begeistert von der Arbeit der Menschen, die dort arbeiten. „Heute bin ich Krankenhausseelsorger mit Leib und Seele.“ In Emsbüren besuchte er den Pfarrer, einen Studienfreund. In der Messe durfte er von seiner Tour berichtet. Da sich gerade die katastrophale Flut durch das Ahrtal gefressen hatte, wurde die Kollekte für die Betroffenen gesammelt. Nach 36 Etappen wieder zu Hause. Am 22. Juli war Felix Tölle wieder in Miesenheim. | Foto: Felix Tölle Viele Menschen hatte er jahrelang nicht gesehen. Doch wenn man sich dann trifft und sich austauscht, merkt man, „es bleibt etwas“, erzählt er. „Es kommen total viele alte Erinnerungen hoch.“ Erstaunt und froh war Felix Tölle über das große Interesse an seiner Tour - und über den beständigen Zuspruch. Ein Freund etwa schickte ihm jeden Morgen einen Spruch für den anstehenden Tag. „Das war einfach schön!“

„Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist“

„Ich spüre eine große Dankbarkeit.“ Er weiß, „wie stimmig mein Leben verlaufen ist“, sagt der Seelsorger. Und: „Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.“ Tölle ist sicher, dass da, wo er in seinem Leben Entscheidungen traf, „Gott sie mitgetroffen hat.“ Nicht nur das T-Shirt ist ihm nach der Tour geblieben. Felix Tölle berichtet von vielen schönen Erfahrungen - und von mehr als 10.000 Euro Spenden. | Foto: Wolfgang Pape Da sein Leben so gut verlief, versucht er, etwas zurückzugeben. Ein Teil des gesam- melten Geldes gaben er und seine Frau. Doch der Großteil kam von Spendern, die mit ihm fieberten, die Zuspruch sendeten als er eine Panne hatte, die seine Nach- richten aus der nächsten Stadt mit Anerkennung quittierten. Ein dickes Fotoalbum konserviert die schönen Erinnerungen. | Foto: Wolfgang Pape Bis heute sammelte er 10.500 Euro. Angekündigte nachträgliche Spenden könnten den Betrag noch auf 11.000 erhöhen, hofft Tölle. Das Geld geht an die Initiativen „Lapizlazuli“ und „Palisander“ (zwei Unterstützungsangebote der Caritas in Mayen für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern) sowie an die Elterninitiative krebskranker Kinder Koblenz e.V. am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Koblenz Kemperhof.

Nach 3.400 Kilometern auf dem

Rad zurück von der Pilgerreise

Krankenhausseelsorger Felix

Tölle sammelte mehr als

10.000.Euro für Caritas-Kinder-

gruppe und Elterninitiative

krebskranker Kinder

24.8.2021 | 3.402 Kilometer auf dem Fahrrad (ohne Akku) in 36 Etappen, 10.500 Euro gesammelte Spendengelder, zehn Kilo- gramm abgenommen und viele unbezahl- bare Erfahrungen: Mit dieser Bilanz kehrte Felix Tölle von einer überaus ungewöhn- lichen Fahrradtour nach Hause zurück. „Es war eine Pilgerreise nicht nur für mich“, sagt er. „Auch andere sollten davon profitieren.“ Er besuchte alle Städte, die in seinem Leben bislang eine Rolle spielten, und traf viele Weggefährten. Panne unterwegs an der Donau. Der Fahrradhändler half ihm schnell, damit er wieder auf seinen Drahtesel steigen konnte. | Foto: Felix Tölle Der katholische Krankenhausseelsorger am Kemperhof in Koblenz entschloss sich zu dieser Tour, weil er als Seelsorger im Bistum Trier nach mehrjährigem Dienst an einer sogenannten Orientierungszeit teilnehmen konnte - das sind sechs Wochen bezahlte freie Zeit, die er frei gestalten kann, um etwas Abstand vom Alltag und Anregungen für eine persönliche oder berufliche Weiterentwicklung gewinnen zu können. Selfie in Wien. Hier studierte Felix Tölle zwei Semester lang Theologie. | Foto: Felix Tölle Zur Vorbereitung auf die Tour schrieb er sein persönliches Netzwerk an, um über die anstehenden Wochen zu berichten. Auf diese Weise wurden Freunde und Spender darauf aufmerksam. Unterwegs hielt er über Messenger Kontakt und versorgte seine Follower mit Fotos und Meldungen aus den Städten. Zusätzlich erreichten ihn Spenden nachdem Zeitungen und Radiosender darüber berichtet hatten.

„Es kommen total viele alte

Erinnerungen hoch“

Von seinem Heimatort Miesenheim ging es los in Richtung Süden. Im Odenwald schob Tölle eine einwöchige Zwischenstation im Kloster Engelthal im Odenwald ein, bevor es weiterging über Würzburg und Erlangen bis nach Wien (hier studierte er zwei Semester Theologie). Von dort musste er in den Norden Deutschlands, wo er geboren wurde. Der Pastoralreferent war u.a. in Emden, Osnabrück, Emsbüren, Düsseldorf und Köln. Jeder Ort hat eine Bedeutung in seinem Leben. Kurz mal ausruhen: Bei 3.400 Kilometern sollten auch mal Ruhepausen möglich sein. | Foto: Felix Tölle Felix Tölle berichtet von zahlreichen schönen Erinnerungen. Er besuchte die Kirche in Erlangen, in der er 1994 seine Frau heiratete. Er traf seine Geschwister, alte Schulfreunde, wurde von einem Lehrer aus der fünften Klasse auf der Straße wiedererkannt. Ganz spontan besuchte er seinen ehemaligen Frisör, mit dem er in der Freiwilligen Feuerwehr diente. Tölle erinnert sich an das Krankenhaus, in dem er ein Praktikum absolvierte. War ein Krankenhaus bis dahin nicht unbedingt sein liebster Ort, berichtet er bis heute begeistert von der Arbeit der Menschen, die dort arbeiten. „Heute bin ich Krankenhausseelsorger mit Leib und Seele.“ In Emsbüren besuchte er den Pfarrer, einen Studienfreund. In der Messe durfte er von seiner Tour berichtet. Da sich gerade die katastrophale Flut durch das Ahrtal gefressen hatte, wurde die Kollekte für die Betroffenen gesammelt. Nach 36 Etappen wieder zu Hause. Am 22. Juli war Felix Tölle wieder in Miesenheim. | Foto: Felix Tölle Viele Menschen hatte er jahrelang nicht gesehen. Doch wenn man sich dann trifft und sich austauscht, merkt man, „es bleibt etwas“, erzählt er. „Es kommen total viele alte Erinnerungen hoch.“ Erstaunt und froh war Felix Tölle über das große Interesse an seiner Tour - und über den beständigen Zuspruch. Ein Freund etwa schickte ihm jeden Morgen einen Spruch für den anstehenden Tag. „Das war einfach schön!“

„Ich weiß, dass das nicht

selbstverständlich ist“

„Ich spüre eine große Dankbarkeit.“ Er weiß, „wie stimmig mein Leben verlaufen ist“, sagt der Seelsorger. Und: „Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.“ Tölle ist sicher, dass da, wo er in seinem Leben Entscheidun- gen traf, „Gott sie mitgetroffen hat.“ Nicht nur das T-Shirt ist ihm nach der Tour geblieben. Felix Tölle berichtet von vielen schönen Erfahrungen - und von mehr als 10.000 Euro Spenden. | Foto: Wolfgang Pape Da sein Leben so gut verlief, versucht er, etwas zurückzugeben. Ein Teil des gesam- melten Geldes gaben er und seine Frau. Doch der Großteil kam von Spendern, die mit ihm fieberten, die Zuspruch sendeten als er eine Panne hatte, die seine Nachrichten aus der nächsten Stadt mit Anerkennung quittierten. Ein dickes Fotoalbum konserviert die schönen Erinnerungen. | Foto: Wolfgang Pape Bis heute sammelte er 10.500 Euro. Ange- kündigte nachträgliche Spenden könnten den Betrag noch auf 11.000 erhöhen, hofft Tölle. Das Geld geht an die Initiativen „Lapizlazuli“ und „Palisander“ (zwei Unter- stützungsangebote der Caritas in Mayen für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern) sowie an die Elterninitiative krebs- kranker Kinder Koblenz e.V. am Gemein- schaftsklinikum Mittelrhein, Koblenz Kemperhof.