„Man wird wieder glücklich“

Klient der Suchtberatung ebenfalls von der Flut betroffen

25.8.2021 | Eigentlich hatte Student Holger B. (Name geändert) eine eigene Wohnung, wohnt aber wieder bei seiner Mutter. All seine Schätze, von Fotoalben bis hin zum Computer, waren im Keller. Die Verluste wiegen schwer, auch weil der Student nicht versichert ist. „Mein ganzes Leben ist weg“, sagt er im Gespräch mit Harald Müller von der Suchtberatung der Caritas Ahrweiler. Nur seine CD-Sammlung konnte Holger retten. „Die Unisachen haben in der Wohnung überlebt“, sodass zumindest das naturwissenschaftliche Studium normal weitergehen kann. Nach der Flut hatte Holger B. keinen Cent in der Tasche. Die Caritas-Soforthilfe von 200 Euro half ihm bei den ersten Schritten. Aus Gesprächen weiß er, dass es andern ganz ähnlich gegangen ist. 16 Personen der Kreuzbund- gruppe sind von der Flut betroffen. Harald Müller ist froh, dass sein Klient alles so gut überstanden hat und die Flut ihm nicht seelisch den Teppich unter den Füßen weggerissen hat. Vor zwei Jahren war Holger B. nach einer längeren Drogenkarriere und folgenden medizinischen Behandlung zu ihm nach Ahrweiler gekommen. „Die Medikation mussten wir zu Beginn der Therapie ein wenig einregeln. In unseren Gesprächen ging es u.a. darum, eine Tagesstruktur aufzubauen und eine berufliche Perspektive zu schaffen“, erklärt Harald Müller. Für Holger B. ist es jetzt wichtig, dass die Beratungsstunden auch nach der Flut gewohnt und regelmäßig weiterlaufen. „Herr Müller ist ein guter Therapeut und sehr hilfsbereit. Ich bin sehr zufrieden mit der Caritas. Wenn man Hilfe angeboten bekommt, sollte man diese auch annehmen“, sagt Holger B. gelassen, wobei ihn die Flut doch tief erschüttert hat. „Aber ich habe versucht, mich über Wasser zu halten. Es ist eigentlich nicht so schlimm, was ich verloren habe. Ich bin gläubig. Jetzt kann man von vorne anfangen. Man wird wieder glücklich. Ich bin da optimistisch.“

„Man wird wieder glücklich“

Klient der Suchtberatung

ebenfalls von der Flut betroffen

25.8.2021 | Eigentlich hatte Student Holger B. (Name geändert) eine eigene Wohnung, wohnt aber wieder bei seiner Mutter. All seine Schätze, von Fotoalben bis hin zum Computer, waren im Keller. Die Verluste wiegen schwer, auch weil der Student nicht versichert ist. „Mein ganzes Leben ist weg“, sagt er im Gespräch mit Harald Müller von der Suchtberatung der Caritas Ahrweiler. Nur seine CD-Sammlung konnte Holger retten. „Die Unisachen haben in der Wohnung überlebt“, sodass zumindest das naturwissenschaftliche Studium normal weitergehen kann. Nach der Flut hatte Holger B. keinen Cent in der Tasche. Die Caritas-Soforthilfe von 200 Euro half ihm bei den ersten Schritten. Aus Gesprächen weiß er, dass es andern ganz ähnlich gegangen ist. 16 Personen der Kreuzbundgruppe sind von der Flut betroffen. Harald Müller ist froh, dass sein Klient alles so gut überstanden hat und die Flut ihm nicht seelisch den Teppich unter den Füßen weggerissen hat. Vor zwei Jahren war Holger B. nach einer längeren Drogenkarriere und folgenden medizinischen Behandlung zu ihm nach Ahrweiler gekommen. „Die Medikation mussten wir zu Beginn der Therapie ein wenig einregeln. In unseren Gesprächen ging es u.a. darum, eine Tagesstruktur aufzu- bauen und eine berufliche Perspektive zu schaffen“, erklärt Harald Müller. Für Holger B. ist es jetzt wichtig, dass die Beratungs- stunden auch nach der Flut gewohnt und regelmäßig weiterlaufen. „Herr Müller ist ein guter Therapeut und sehr hilfsbereit. Ich bin sehr zufrieden mit der Caritas. Wenn man Hilfe angeboten bekommt, sollte man diese auch annehmen“, sagt Holger B. gelassen, wobei ihn die Flut doch tief erschüttert hat. „Aber ich habe versucht, mich über Wasser zu halten. Es ist eigentlich nicht so schlimm, was ich verloren habe. Ich bin gläubig. Jetzt kann man von vorne anfangen. Man wird wieder glücklich. Ich bin da optimistisch.“