Pflegestützpunkt als verlässlicher

Begleiter weiterhin an der Seite

Nach der Flut: Beratung und Unterstützung in

verschiedensten Notlagen

22.9.2021 | Der Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler / Grafschaft informiert und berät Menschen über mögliche Hilfen im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich. Auch für Ute Remshagen und Dieter Germscheid vom Pflegestützpunkt hat sich die Pflegeberatung nach den aktuellen Ereignissen drastisch verändert. Dieter Germscheid und Ute Remshagen sind in schwerer Zeit für die Menschen da. | Foto: E.T. Müller „Es sind so viele individuelle Situationen und unterschiedliche Bedürfnisse. Von Anfang an halfen wir, die Menschen in Kurzzeitpflege und Einrichtungen unter- zubringen und standen in allen Anliegen als Ansprechpartner zur Verfügung“, erklärt Ute Remshagen. Anfangs galt es, die Menge an Informationen zu strukturieren: „Wir mussten uns ein Bild von der Lage machen. In den ersten Wochen riefen auch viele Menschen aus Notunterkünften an und immer wieder die Fragen: Wie geht es weiter?, Wo gibt es Wohnraum für mich?“ Schwierig gestaltete sich die Arbeit bei evakuierten älteren Menschen ohne oder mit nur wenig Angehörigen. Diese mussten vom Pflegestützpunkt erst gesucht werden. Und immer wieder besorgte Anrufe mit der Frage: „Wo sind meine Eltern, meine Verwandten?“ In einer Kontaktbörse mit den Pflegediensten und Heimen konnte sich der Pflegestützpunkt einen Lageüberblick verschaffen. Da sind ältere Menschen im ganzen Bundesgebiet verstreut irgendwo untergebracht, sagt Dieter Germscheid: „Das weiteste, was ich hatte, war Berlin. Dort wohnte die Tochter der Betroffenen. Zunächst waren die Eltern in einem Flüchtlingsheim untergekommen. Wir konnten dann eine Stelle im betreuten Wohnen organisieren.“ Belastend für ältere Menschen ist der Verlust ihres sozialen Netzwerks, hat der Vermieter z.B. die Wohnung gekündigt. Dieter Germscheid: „Die Leute lebten im Quartier, umgeben von ihren Nachbarn. Diese sozialen Kontakte gibt es nicht mehr.“ Ähnlich ergeht es Menschen, die geblieben sind, deren Nachbarn aber die Häuser aufgeben mussten. „Viele Ältere sind mit der Situation überfordert und teilweise auch traumatisiert“, weiß Ute Remshagen. So gibt es Menschen mit Demenz, die allmorgendlich ihre Runden drehen und sich immer wieder wundern, dass die Bäckerei z.B. nicht mehr da ist. Eine Person bewältigt das Geschehene, indem sie die Situation verdrängt. Sie dreht ihre Runden, doch viele Bekannte wohnen nicht mehr vor Ort. Anderseits beobachten Ute Remshagen und Dieter Germscheid, wie Straßenzügen zusammen- rücken und sich die Menschen gegenseitig unterstützen. In dieser Situation ist es hilfreich, dass der Pflegestützpunkt eng mit den Pflege- diensten zusammenarbeitet, „die alle eine ganz tolle Arbeit leisten, die die Versorgung sichergestellt und all das möglich gemacht haben, was möglich war“, betont Dieter Germscheid. Anfangs war es die Frage nach Lebensmitteln, jetzt kommt vermehrt die Frage nach einer beheizbaren Wohnung. Ebenso bedeutet es für Angehörige eine große Herausforderung, dass die Entlastungsangebote weniger geworden sind. Mit Menschlichkeit und Nähe gibt der Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler / Grafschaft in dieser schwierigen Situation ein Stück Sicherheit und die Gewissheit, nicht alleine zu sein. Ute Remshagen: „Zuhause besuchen wir die Menschen, die viel Gesprächsbedarf haben und sich eigentlich nur das eine wünschen: Normalität. Wir sind weiterhin für die Menschen da!“ Ute Remshagen und Dieter Germscheid Pflegestützpunkt für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Gemeinde Grafschaft Bahnhofstr. 5 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler Telefon: 02641 — 75 98 50 ute.remshagen@pflegestuetzpunkte-rlp.de dieter.germscheid@pflegestuetzpunkte-rlp.de

Pflegestützpunkt als

verlässlicher Begleiter weiterhin

an der Seite

Nach der Flut: Beratung und

Unterstützung in

verschiedensten Notlagen

22.9.2021 | Der Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler / Grafschaft informiert und berät Menschen über mögliche Hilfen im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich. Auch für Ute Remshagen und Dieter Germscheid vom Pflegestützpunkt hat sich die Pflegeberatung nach den aktuellen Ereignissen drastisch verändert. Dieter Germscheid und Ute Remshagen sind in schwerer Zeit für die Menschen da. | Foto: E.T. Müller „Es sind so viele individuelle Situationen und unterschiedliche Bedürfnisse. Von Anfang an halfen wir, die Menschen in Kurzzeitpflege und Einrichtungen unterzubringen und standen in allen Anliegen als Ansprech- partner zur Verfügung“, erklärt Ute Remshagen. Anfangs galt es, die Menge an Informationen zu strukturieren: „Wir mussten uns ein Bild von der Lage machen. In den ersten Wochen riefen auch viele Menschen aus Notunterkünften an und immer wieder die Fragen: Wie geht es weiter?, Wo gibt es Wohnraum für mich?“ Schwierig gestaltete sich die Arbeit bei evakuierten älteren Menschen ohne oder mit nur wenig Angehörigen. Diese mussten vom Pflegestützpunkt erst gesucht werden. Und immer wieder besorgte Anrufe mit der Frage: „Wo sind meine Eltern, meine Verwandten?“ In einer Kontaktbörse mit den Pflegediensten und Heimen konnte sich der Pflegestütz- punkt einen Lageüberblick verschaffen. Da sind ältere Menschen im ganzen Bundes- gebiet verstreut irgendwo untergebracht, sagt Dieter Germscheid: „Das weiteste, was ich hatte, war Berlin. Dort wohnte die Tochter der Betroffenen. Zunächst waren die Eltern in einem Flüchtlingsheim unterge- kommen. Wir konnten dann eine Stelle im betreuten Wohnen organisieren.“ Belastend für ältere Menschen ist der Verlust ihres sozialen Netzwerks, hat der Vermieter z.B. die Wohnung gekündigt. Dieter Germscheid: „Die Leute lebten im Quartier, umgeben von ihren Nachbarn. Diese sozialen Kontakte gibt es nicht mehr.“ Ähnlich ergeht es Menschen, die geblieben sind, deren Nachbarn aber die Häuser aufgeben mussten. „Viele Ältere sind mit der Situation überfordert und teilweise auch traumatisiert“, weiß Ute Remshagen. So gibt es Menschen mit Demenz, die all- morgendlich ihre Runden drehen und sich immer wieder wundern, dass die Bäckerei z.B. nicht mehr da ist. Eine Person bewältigt das Geschehene, indem sie die Situation verdrängt. Sie dreht ihre Runden, doch viele Bekannte wohnen nicht mehr vor Ort. Anderseits beobachten Ute Remshagen und Dieter Germscheid, wie Straßenzügen zusammenrücken und sich die Menschen gegenseitig unterstützen. In dieser Situation ist es hilfreich, dass der Pflegestützpunkt eng mit den Pflegediensten zusammenarbeitet, „die alle eine ganz tolle Arbeit leisten, die die Versorgung sicher- gestellt und all das möglich gemacht haben, was möglich war“, betont Dieter Germscheid. Anfangs war es die Frage nach Lebens- mitteln, jetzt kommt vermehrt die Frage nach einer beheizbaren Wohnung. Ebenso bedeutet es für Angehörige eine große Herausforderung, dass die Entlastungs- angebote weniger geworden sind. Mit Menschlichkeit und Nähe gibt der Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler / Grafschaft in dieser schwierigen Situation ein Stück Sicherheit und die Gewissheit, nicht alleine zu sein. Ute Remshagen: „Zuhause besuchen wir die Menschen, die viel Gesprächsbedarf haben und sich eigentlich nur das eine wünschen: Normalität. Wir sind weiterhin für die Menschen da!“ Ute Remshagen und Dieter Germscheid Pflegestützpunkt für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Gemeinde Grafschaft Bahnhofstr. 5 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler Telefon: 02641 — 75 98 50 ute.remshagen@pflegestuetzpunkte-rlp.de dieter.germscheid@pflegestuetzpunkte-rlp.de