Caritas Ahrweiler will langfristig helfen

Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel zu den Abläufen

an Hilfeleistungen

7.10.2021 | Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und im angrenzenden Nordrhein-Westfalen hat zu einer bundesweiten Solidarität geführt. Von Bau- trocknern aus Ostdeutschland über Helferinnen und Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet bis hin zu einer überwältigenden Spendenbereitschaft, die überall anzutreffen ist. „Es ist wirklich beeindruckend, wie viele Menschen helfen. Neben der tätigen Hilfe ist die Spendenbereitschaft eine wichtige Unterstützung“, sagt Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel und bedankt sich für die sehr große Hilfsbereitschaft. Diese befähigte den Caritasverband auch, in der ersten Phase Soforthilfen an die Flutopfer zu leisten. Dabei unterliegt die Verwendung von Spenden klaren staatlichen Bestimmungen sowie Regeln und Kriterien, die mit Caritas International und den anderen Wohlfahrtsverbänden in Rheinland-Pfalz abgestimmt sind. Es ist eine Crux, dass im Vorfeld nächster caritativer finanzieller Hilfen erst aus- gelotet werden muss, was Versicherer von Fall zu Fall übernehmen und ob und wie staatliche Hilfen greifen. Erst dann dürfen die Wohlfahrtsverbände aktiv werden und nachrangig finanzielle Unterstützung leisten. So ein Fall ist etwa gegeben, wenn die finanziellen Mittel von Versicherungen und Staat den Schaden nicht komplett abdecken. „Wir wollen langfristig helfen“, betont Dr. Birgit Kugel. Da können z.B. am Ende 20 Prozent Eigenleistungen stehen, die man nach der Katastrophe einfach nicht zahlen kann. Bei den Hilfen der Caritas geht es nicht um Monate, sondern um Jahre, so auch bei der Sozialarbeit und Wiederaufbau, die einfach zusammengehören. „Neben der finanziellen Unterstützung für die Betroffenen zählen die psychosoziale Begleitung, die soziale Beratung und die konkrete Unterstützung bei der Antragstellung zum Erhalt von Hilfen dazu“, erklärt die Diözesan-Caritasdirektorin. Dieses Konzept habe sich bewährt und werde vom Bistum unterstützt: „Die Erfahrungen aus den Flut- katastrophen an Elbe und Oder haben gezeigt, dass Sozialarbeit und Wiederaufbau miteinander verknüpft werden müssen, um den Menschen langfristig und nach- haltig helfen zu können.“ Aus diesem Grund hat der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Ahrweiler in den letzten Wochen mobile Anlaufstellen vor Ort eingerichtet, wobei die Mitarbeiter- innen mit ihren Hilfeangeboten Betroffene teilweise auch persönlich aufsuchen. Finanzielle Hilfen werden in einer Spendendatenbank erfasst, in die alle Wohlfahrts- verbände und andere Zuwendungsgeber die bewilligten Unterstützungsleistungen eintragen und miteinander abgleichen können. „Dieses System hat sich bei ver- gangenen Flutkatastrophen bewährt, um Transparenz in der Spendenvergabe zu gewährleisten“, erläuterte Kugel. Um die langfristige Unterstützung von Flut-Betroffenen sicherzustellen, braucht es Fachpersonal, etwa in der Schuldnerberatung und der psychosozialen Beratung oder Mitarbeiter, die bei der Beantragung von finanzieller Unterstützung beispiels- weise vom Staat helfen. Auch für diese Arbeit werden Spendengelder eingesetzt. „Schließlich werden wir auch noch für die Menschen da sein, wenn nach der Aufräumphase und der ‚Sortierung‘ der Alltag bewältigt werden will“, betonte Dr. Kugel. Die Caritas Ahrweiler war immer da, ist da und wird auch in Zukunft ein verlässlicher Ansprechpartner für die Menschen vor Ort sein.

Caritas Ahrweiler will langfristig

helfen

Diözesan-Caritasdirektorin Dr.

Birgit Kugel zu den Abläufen an

Hilfeleistungen

7.10.2021 | Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und im angrenzenden Nordrhein-Westfalen hat zu einer bundes- weiten Solidarität geführt. Von Bautrocknern aus Ostdeutschland über Helferinnen und Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet bis hin zu einer überwältigenden Spenden- bereitschaft, die überall anzutreffen ist. „Es ist wirklich beeindruckend, wie viele Menschen helfen. Neben der tätigen Hilfe ist die Spendenbereitschaft eine wichtige Unterstützung“, sagt Diözesan-Caritas- direktorin Dr. Birgit Kugel und bedankt sich für die sehr große Hilfsbereitschaft. Diese befähigte den Caritasverband auch, in der ersten Phase Soforthilfen an die Flutopfer zu leisten. Dabei unterliegt die Verwendung von Spenden klaren staatlichen Bestimmungen sowie Regeln und Kriterien, die mit Caritas International und den anderen Wohlfahrts- verbänden in Rheinland-Pfalz abgestimmt sind. Es ist eine Crux, dass im Vorfeld nächster caritativer finanzieller Hilfen erst ausgelotet werden muss, was Versicherer von Fall zu Fall übernehmen und ob und wie staatliche Hilfen greifen. Erst dann dürfen die Wohl- fahrtsverbände aktiv werden und nachrangig finanzielle Unterstützung leisten. So ein Fall ist etwa gegeben, wenn die finanziellen Mittel von Versicherungen und Staat den Schaden nicht komplett abdecken. „Wir wollen langfristig helfen“, betont Dr. Birgit Kugel. Da können z.B. am Ende 20 Prozent Eigenleistungen stehen, die man nach der Katastrophe einfach nicht zahlen kann. Bei den Hilfen der Caritas geht es nicht um Monate, sondern um Jahre, so auch bei der Sozialarbeit und Wiederaufbau, die einfach zusammengehören. „Neben der finanziellen Unterstützung für die Betroffenen zählen die psychosoziale Begleitung, die soziale Beratung und die konkrete Unterstützung bei der Antragstellung zum Erhalt von Hilfen dazu“, erklärt die Diözesan-Caritasdirektorin. Dieses Konzept habe sich bewährt und werde vom Bistum unterstützt: „Die Erfahrungen aus den Flutkatastrophen an Elbe und Oder haben gezeigt, dass Sozial- arbeit und Wiederaufbau miteinander verknüpft werden müssen, um den Menschen langfristig und nachhaltig helfen zu können.“ Aus diesem Grund hat der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Ahrweiler in den letzten Wochen mobile Anlaufstellen vor Ort eingerichtet, wobei die Mitarbeiterinnen mit ihren Hilfeangeboten Betroffene teilweise auch persönlich aufsuchen. Finanzielle Hilfen werden in einer Spendendatenbank erfasst, in die alle Wohlfahrtsverbände und andere Zuwendungsgeber die bewilligten Unter- stützungsleistungen eintragen und mit- einander abgleichen können. „Dieses System hat sich bei vergangenen Flutkatastrophen bewährt, um Transparenz in der Spenden- vergabe zu gewährleisten“, erläuterte Kugel. Um die langfristige Unterstützung von Flut- Betroffenen sicherzustellen, braucht es Fachpersonal, etwa in der Schuldner- beratung und der psychosozialen Beratung oder Mitarbeiter, die bei der Beantragung von finanzieller Unterstützung beispielsweise vom Staat helfen. Auch für diese Arbeit werden Spendengelder eingesetzt. „Schließlich werden wir auch noch für die Menschen da sein, wenn nach der Aufräum- phase und der ‚Sortierung‘ der Alltag bewältigt werden will“, betonte Dr. Kugel. Die Caritas Ahrweiler war immer da, ist da und wird auch in Zukunft ein verlässlicher Ansprechpartner für die Menschen vor Ort sein.