20 Jahre Psychosoziales Zentrum | PSZ

Aktuell auch Ansprechpartner für Flüchtlinge aus der Ukraine

6.4.2022 | IN TERRA – Das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) beim Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen und Andernach gibt es seit über 20 Jahren. Gestartet zu zweit, arbeitet die Einrichtung heute mit 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bietet psychosoziale Beratung, Asyl- und aufenthaltsrechtliche Beratung, Diagnostik, Therapie, Krisenintervention, sowie Fort- und Weiterbildungen für Multiplikatoren an. Eine 20jährige Erfolgsgeschichte, auf die man in Mayen bei einer Corona-bedingt kleinen Jubiläumsfeier zurückblickte. Für Markus Göpfert, Fachdienstleiter Migration, Gelegenheit, an die Zeit Ende der 90er Jahre zu erinnern: „Neben der Arbeit mit Spätaussiedlern aus Osteuropa zeigte sich uns auch die dringende Notwendigkeit zur Schaffung eines speziellen Angebots für Flücht- linge, die aus Kriegs- und Krisengebieten kamen.“ Für die Beantragung von EU-Fördermitteln wurde ein Konzept entwickelt und mit Caritas-Mitarbeiterin Tina Heidger konnte Göpfert schließlich im Jahr 2000 die Arbeit in Form von Beratungs- und Gruppenangeboten aufnehmen. Markus Göpfert: „Schon bald wurde uns die hohe psychische Belastung geflüchteter Menschen vor Augen geführt, die mit schrecklichen Vorerlebnissen von Krieg, Vergewaltigung, Flucht und Folter zu uns kamen. Wir sahen uns also vor allem auch mit einem dringenden Bedarf dieser Menschen an psychotherapeutischer Versorgung konfrontiert“. Über weitere EU-Fördergelder konnte die erste Psychologenstelle eingerichtet werden, die von Gaby Markert, heute therapeutische Leiterin, besetzt wurde. Für belastete Kinder und Jugendliche wurden damals beim PSZ die „Multi-Kulti- Kids“ ins Leben gerufen, um stabilisierende Maßnahmen wie Ferienfreizeiten, Theater-, Tanz- und Kreativworkshops anzubieten. Heute bildet die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen eigenen Schwerpunkt im PSZ. Willi Mayer, Referent für Migration vom Diözesancaritasverband, überbrachte die besten Glück- wünsche von Dr. Birgit Kugel, Direktorin des Caritasverbands für die Diözese Trier e.V. Als langjähriger Begleiter des PSZ sieht er die Einrichtung in einer Vorreiterrolle der PSZ-Arbeit in Rheinland-Pfalz: „Bereits damals hatten Sie die Not und Bedarfe traumatisierter Menschen erkannt und Wege gefunden, Hilfen zu ermöglichen. Das PSZ hat in den vergangenen 20 Jahren viel zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen im Land beigetragen.“ In Rheinland-Pfalz gibt es fünf weitere und bundesweit 42 PSZ. Die Zentren übernehmen seit Jahrzehnten Aufgaben der psychosozialen Gesundheitsversorgung und schließen damit eine Versorgungslücke im Gesundheitssystem. Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens hob die seit dem Jahr 2000 geleistete Arbeit hervor und sagte mit dem Blick auf die aktuelle politische Situation: „Zuwanderung bleibt unser Thema. Bei der Caritas heißen wir aktuell die vielen geflüchteten Menschen aus der Ukraine willkommen. Bei unseren Diensten finden sie offene Türen. Es ist die Offenheit gegenüber all unseren Klienten, eine Offenheit, die unsere Arbeit auch weiterhin auszeichnen wird.“ Die Jubiläumsschrift „Flüchtlingen und Folteropfern Halt geben – IN TERRA – Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge (PSZ)“ mit Fachartikeln und Interviews kann kostenlos beim Caritas- verband in Mayen, Ahrweiler und Andernach bezogen werden.

20 Jahre Psychosoziales

Zentrum | PSZ

Aktuell auch Ansprechpartner für

Flüchtlinge aus der Ukraine

6.4.2022 | IN TERRA – Das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) beim Caritas- verband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen und Andernach gibt es seit über 20 Jahren. Gestartet zu zweit, arbeitet die Einrichtung heute mit 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bietet psychosoziale Beratung, Asyl- und aufenthaltsrechtliche Beratung, Diagnostik, Therapie, Krisenintervention, sowie Fort- und Weiterbildungen für Multiplikatoren an. Eine 20jährige Erfolgsgeschichte, auf die man in Mayen bei einer Corona-bedingt kleinen Jubiläumsfeier zurückblickte. Für Markus Göpfert, Fachdienstleiter Migration, Gelegen- heit, an die Zeit Ende der 90er Jahre zu erinnern: „Neben der Arbeit mit Spätaussied- lern aus Osteuropa zeigte sich uns auch die dringende Notwendigkeit zur Schaffung eines speziellen Angebots für Flüchtlinge, die aus Kriegs- und Krisengebieten kamen.“ Für die Beantragung von EU-Fördermitteln wurde ein Konzept entwickelt und mit Caritas-Mit- arbeiterin Tina Heidger konnte Göpfert schließlich im Jahr 2000 die Arbeit in Form von Beratungs- und Gruppenangeboten auf- nehmen. Markus Göpfert: „Schon bald wurde uns die hohe psychische Belastung geflüchteter Menschen vor Augen geführt, die mit schrecklichen Vorerlebnissen von Krieg, Vergewaltigung, Flucht und Folter zu uns kamen. Wir sahen uns also vor allem auch mit einem dringenden Bedarf dieser Menschen an psychotherapeutischer Versorgung konfron- tiert“. Über weitere EU-Fördergelder konnte die erste Psychologenstelle eingerichtet werden, die von Gaby Markert, heute therapeutische Leiterin, besetzt wurde. Für belastete Kinder und Jugendliche wurden damals beim PSZ die „Multi-Kulti-Kids“ ins Leben gerufen, um stabilisierende Maßnahmen wie Ferien- freizeiten, Theater-, Tanz- und Kreativwork- shops anzubieten. Heute bildet die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen eigenen Schwerpunkt im PSZ. Willi Mayer, Referent für Migration vom Diözesancaritasverband, überbrachte die besten Glückwünsche von Dr. Birgit Kugel, Direktorin des Caritasverbands für die Diözese Trier e.V. Als langjähriger Begleiter des PSZ sieht er die Einrichtung in einer Vorreiterrolle der PSZ-Arbeit in Rheinland-Pfalz: „Bereits damals hatten Sie die Not und Bedarfe traumatisierter Menschen erkannt und Wege gefunden, Hilfen zu ermöglichen. Das PSZ hat in den vergangenen 20 Jahren viel zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen im Land beigetragen.“ In Rheinland-Pfalz gibt es fünf weitere und bundesweit 42 PSZ. Die Zentren übernehmen seit Jahrzehnten Aufgaben der psychosozialen Gesundheitsversorgung und schließen damit eine Versorgungslücke im Gesundheitssystem. Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens hob die seit dem Jahr 2000 geleistete Arbeit hervor und sagte mit dem Blick auf die aktuelle politische Situation: „Zuwanderung bleibt unser Thema. Bei der Caritas heißen wir aktuell die vielen geflüchteten Menschen aus der Ukraine willkommen. Bei unseren Diensten finden sie offene Türen. Es ist die Offenheit gegenüber all unseren Klienten, eine Offenheit, die unsere Arbeit auch weiterhin auszeichnen wird.“ Die Jubiläumsschrift „Flüchtlingen und Folter- opfern Halt geben – IN TERRA – Psycho- soziales Zentrum für Flüchtlinge (PSZ)“ mit Fachartikeln und Interviews kann kostenlos beim Caritasverband in Mayen, Ahrweiler und Andernach bezogen werden.